Warum es bei mir in letzter Zeit ruhiger war – kreative (Zwangs)Pause
- Tanja

- 25. Nov. 2025
- 4 Min. Lesezeit
Aktualisiert: 26. Nov. 2025
Mitten im Schaffensrausch – und dann voll übertrieben
Ich war eigentlich total im kreativen Tunnel – so richtig schön im Flow. Leider habe ich es dabei auch grandios übertrieben. Ich habe schlecht gegessen, mich selbst gepusht wie meine eigene strenge Managerin und wollte am liebsten zehn Projekte gleichzeitig fertigbekommen. (Das wäre ja schon ambitioniert, wenn ich in allen Bereichen Profi wäre. Bin ich aber nicht.)
Manches ist eben noch neu für mich, also dauert es einfach länger. Logisch. Nehmen wir zum Beispiel YouTube: Das ist für mich noch Neuland... Längere Videos? Interessant gestalten? Englisch? Deutsch? Erzählen und natürlich wollte ich gleich wieder alles perfekt machen, so im Hollywood - Style. Natürlich.
Nein, Tanja! So funktioniert das nicht.
Und diese Welt da draußen triggert uns ja nonstop: Mach’s so, dann ist es professionell! Optimiere hier! Du MUSST das so machen!“ Ja, super. Und wo bleibt bitte die Individualität? Die Authentizität? Die Persönlichkeit? Die geht irgendwo zwischen Algorithmus und Perfektionismus verloren.
Das YouTube-Experimentierdrama (aka: „Nein Tanja, so nicht!“)
Apropos YouTube… ich habe tatsächlich ein neues Video erstellt. (Wer hätte das gedacht.) So ganz ohne Schnick Schnack ;-)
Ideen-Overload und der Körper zieht die Notbremse - kreative Zwangspause
Zurück zum eigentlichen Problem: Ich habe mich komplett in meinen eigenen unüberschaubaren Stress manövriert. Malen, Instagram, ein digitales Produkt aus dem Boden stampfen, neue Ideen im Sekundentakt… und am Ende war nichts wirklich fertig – außer meinem neuesten Gemälde. Das ist just now gerade fertig geworden. Dazu schreibe ich aber einen gesonderten Beitrag...

Und ganz ehrlich? Zum Malen bräuchte ich viel mehr Ruhe. Aber dieser Marketingdruck… puh. Ohne Marketing verkauft sich nichts, mit Marketing kommt man zu nichts. Ich habe meinen Rhythmus definitiv noch nicht gefunden.
Was ich aber weiß: Unter Druck geht bei mir GAR NICHTS.

Und genau so kam es dann: Mein Körper hat STOPP gesagt. Stecker gezogen, aus die Maus. Erst war es nur eine kleine Warnung – völlige Erschöpfung. Ich wollte einfach nur schlafen, dazu Kopfweh und so ein leichtes Grippegefühl. Ich habe mich brav einen Tag ins Bett gelegt, es wurde besser… und kaum ging es mir gut, wollte ich direkt wieder loslegen. Tja. Ergebnis: komplett flach gelegen. Schnupfen, Husten, fiese Kopfschmerzen.
Insgesamt war ich zwei Wochen hin und brauchte noch eine weitere, bis ich wieder richtig arbeiten konnte. Ganz schön heftig.
Kleine Erfolge zwischendurch (und ein breites Grinsen)
Trotzdem gab es ja inzwischen auch Schönes: Mein Bild ist ja wie gesagt fertig geworden und ein YouTube-Video auch, außerdem mehrere Shorts – und eines wurde sogar beinah 2000 Menschen angezeigt.
Ich habe erste Kommentare bekommen und inzwischen stolze 20 Follower auf YouTube. Von 7 auf 20! Yeah, das freut mich wie Bolle! (Breit grins.)
Auf TikTok poste ich nur ab und zu und dafür läuft es super easy cool entspannend. Instagram hingegen… puh. Es nervt mich mehr, als dass es mir wirklich Spaß bringt. Ich glaube, Meta und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Hahaha…(Vielleicht sollte ich das nicht schreiben… ach egal.)
Endlich wieder großformatig malen!

Hier stehen zwei große Leinwände bereit. Eine davon nehme ich mir jetzt vor. Gestern ausgepackt, Keile eingesetzt und grundiert. Ich freue mich schon richtig drauf loszulegen! Endlich wieder ein großformatiges Bild nach meiner kreativen Pause – das wollte ich schon lange und habe es immer wieder vor mir hergeschoben.
Das Motiv verrate ich noch nicht.. ich muss erstmal sehen, ob es so gut auf die Leinwand passt wie ich mir das vorstelle...
Workshops, Buchungen & das große „Wie mache ich das technisch?“
Ich möchte künftig viel mehr von meinem Malprozess teilen. Ein Workshop ist ebenfalls in Planung. Und ich habe sogar überlegt, dass man mich buchen kann – entweder zum gemeinsamen Malen oder wenn du Hilfe bei deinem eigenen Kunstwerk brauchst.
Zum Beispiel, wie man mehr Tiefe erzeugt oder eine Fellstruktur aufbaut (dazu arbeite ich gerade an einem Workbook). Ich habe in den letzten Jahren so viel ausprobiert und rumexperimentiert, dass ich inzwischen eine Menge an Wissen und Herangehensweisen sammeln konnte – vorausgesetzt, mein Malstil gefällt dir natürlich. 😉
Auf meiner Website habe ich schon einen Buchungskalender entdeckt, aber ich muss noch überlegen, wie ich das Ganze genau gestalte und wie das mit Zoom & Co. am besten funktioniert.
Ein Schritt nach dem anderen.

Kreativsein ist wie eine Geburt (nur ohne Kreißsaal)
Manchmal wünsche ich mir jemanden, der mir sagt: "Das ist dein Weg. Vorsicht an der nächste Ecke, dann kurzer Stopp und eigne dir hier etwas Wissen an, danach einen kleinen Schwenker und schwups stehst du vor deinem Traum Atelier, oder hier lang geht's zur Ausstellung. Ganz einfach. “
Denn ehrlich: Jeder Schritt fühlt sich bei mir an wie eine kleine Geburt.
Erst trage ich die Idee mit mir herum, dann zwickt und drückt es hier und da, ich weiß nicht weiter, krampfe mir einen ab – und plötzlich, zack, ist es da. Und ich denke: „Ups! Wow.
Das habe ICH geschaffen?“ Dann ist man stolz, pflegt es, und es entwickelt sich weiter.
Gedankenwirrwarr offiziell beendet
Ich hoffe, du konntest meinem Gedankenwirrwarr folgen. Bis ganz bald wieder.
Tanja




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